Ein Großer Panda in Segeltuchschürze gießt mit einer orangefarbenen Kanne einen Tontopf mit orangen Studentenblumen

Geburtsblumen im Oktober

  • Ringelblume (Calendula)
  • Schmuckkörbchen (Cosmea)
  • Studentenblume (Tagetes)Auch genannt

Im Oktober sind Ringelblume (Calendula) und Schmuckkörbchen die Geburtsblumen; das Schmuckkörbchen gilt traditionell als Zeichen für Harmonie und Ordnung.

Kein Monat sorgt für so viel Namensverwirrung wie der Oktober. Die englischen Listen schreiben marigold, meinen damit aber nicht alle dieselbe Pflanze. Die Society of American Florists führt „Calendula (aka Marigold)“, also die Ringelblume. Der Old Farmer’s Almanac sagt dagegen ausdrücklich, seine marigold sei Tagetes, auf Deutsch Studentenblume, und die Calendula sei keine echte marigold. Deutsche Seiten schreiben für Oktober durchweg Ringelblume und folgen damit den Floristen; deshalb steht sie hier an erster Stelle und die Tagetes als zusätzlich genannte Blume.

Die Almanache stellen der marigold das Schmuckkörbchen zur Seite, botanisch Cosmos, im Deutschen oft Cosmea genannt. Seine Bedeutungen sind auf allen Listen ruhig: Ordnung, Harmonie und Gleichgewicht, passend zum griechischen kosmos. Bei der Tagetes klingen die heutigen amerikanischen Lesarten hell, mit Freude, Wärme und Wohlstand im Old Farmer’s Almanac. Ältere Deutungen sind dunkler: Greenaway gab der marigold 1884 Kummer, und der Old Farmer’s Almanac erwähnt auch Erinnerung.

Die Blumen

Ringelblume (Calendula)Calendula officinalis

Modernes Amerika:
Wunsch nach Reichtum

Die Ringelblume, Calendula officinalis, ist die Oktoberblume der Society of American Florists, dort als „Calendula (aka Marigold)“ geführt. Sie teilt mit der Tagetes die orange Farbe und den englischen Namen, gehört aber zu einer anderen Gattung. Das Floristenverzeichnis gibt der marigold die Bedeutung Wunsch nach Reichtum; diese Lesart gehört zur Ringelblume, weil die Floristen beide Namen gleichsetzen. Deutsche Monatslisten nennen sie für Oktober an erster Stelle.

Schmuckkörbchen (Cosmea)Cosmos

Modernes Amerika:
Ordnung, Harmonie und Gleichgewicht
Modernes Amerika:
Harmonie und Ordnung
Modernes Amerika:
Friedlich

Cosmos ist Gattungs- und englischer Alltagsname zugleich; auf Deutsch heißt die Blume Schmuckkörbchen oder Cosmea, und die meisten Tabellen zeigen sie rosa. Der Old Farmer’s Almanac liest sie als Ordnung, Harmonie und Gleichgewicht, ein Echo des griechischen kosmos. Die Society of American Florists begnügt sich mit einem Wort: friedlich. Die japanische Blumensprache geht einen anderen Weg und verbindet die Blume mit der Aufrichtigkeit eines jungen Mädchens.

Studentenblume (Tagetes)TagetesAuch genannt

Modernes Amerika:
Freude, Wärme, Wohlstand
Modernes Amerika:
Leidenschaft, Kreativität, Wärme

Die Studentenblume, botanisch Tagetes, ist das, was der Old Farmer’s Almanac mit marigold meint: die orange Gartenblume Amerikas. Heute verbindet er sie mit Freude, Wärme und Wohlstand, der Farmers’ Almanac mit Leidenschaft, Kreativität und Wärme. Viktorianische Leser sahen in der marigold Kummer, und Greenaway gab der French marigold Eifersucht. Weil der Old Farmer’s Almanac die Ringelblume ausdrücklich nicht als echte marigold gelten lässt, stehen die beiden hier getrennt.

Häufige Fragen

Ist die Ringelblume eine Tagetes?

Nein, es sind zwei Gattungen mit gemeinsamem englischem Spitznamen marigold. Die Society of American Florists nennt für Oktober „Calendula (aka Marigold)“, also die Ringelblume. Der Old Farmer’s Almanac meint mit marigold die Tagetes und sagt, die Calendula sei keine echte marigold.

Ist die Tagetes eine traurige Blume?

In viktorianischen Büchern hatte sie einen schweren Klang: Greenaway gab der marigold 1884 Kummer, und der Old Farmer’s Almanac erwähnt eine Verbindung zur Erinnerung. Heutige amerikanische Lesarten setzen auf Freude, Wärme und Wohlstand, und für das Schmuckkörbchen nennen die Quellen nur ruhige Bedeutungen.

Geburtsblumen und Blumensprache sind kulturelle Traditionen. Die Monatsliste folgt dem Old Farmer’s Almanac, dem Farmers’ Almanac und der Society of American Florists, die viktorianischen Bedeutungen Kate Greenaways „Language of Flowers“ (1884); der Tageskalender stammt aus William Hones „The Every-Day Book“ (1825).