Der Geburtsstein im März ist der hellblaue Aquamarin; als Alternative gilt der dunkelgrüne, rot gesprenkelte Heliotrop, auch Blutjaspis genannt.
Beim März hat sich die Reihenfolge im Lauf der Zeit umgedreht. Auf der Liste von 1912 stand der Heliotrop vorn, der Aquamarin war nur die Alternative. Nach den meisten Darstellungen wurden die beiden 1952 vertauscht; heute führt Jewelers of America nur noch den Aquamarin, während die American Gem Society und das GIA beide nennen. Deutschsprachige Juweliere halten am Heliotrop fest, meist unter dem Namen Blutjaspis, und decken sich damit mit einer älteren britischen Liste. So passt das Paar zum Vorfrühling: Schmelzwasserblau und das dunkle Grün der ersten Triebe.
Aquamarin bedeutet auf Lateinisch „Meerwasser“. Seeleute erzählten sich, der Stein besänftige die Wellen und bringe Reisende sicher ans Ziel, außerdem wurde er traditionell mit einer glücklichen Ehe verbunden; zum 19. Hochzeitstag ist er der übliche Stein. Der Heliotrop trägt einen griechischen Namen, der sinngemäß „Sonnenwender“ heißt, und eine christliche Legende deutete seine roten Punkte als Blut Christi. Auch die alte Liste in Meyers Konversations-Lexikon von 1908 führte für den März einen Jaspis.
Die Steine dieses Monats
Aquamarin
Mohshärte: 7.5–8
Aquamarin ist ein Beryll, also dasselbe Mineral wie der Smaragd, bleibt aber im kühlen Bereich zwischen Hellblau und Grünblau. Mit 7,5–8 auf der Mohsskala ist er robust genug für Alltagsringe. Wichtige Vorkommen liegen in Brasilien, Pakistan, Nigeria, Madagaskar, Sambia, Mosambik, Kenia und den USA. Seine wässrige Farbe und sein Name gehören so eng zusammen, dass man beide kaum getrennt denken kann.
Heliotrop (Blutjaspis)im Handel verbreitet
Mohshärte: 6.5–7
Der Heliotrop, im Handel oft Blutjaspis genannt, zählt mineralogisch zu den Chalcedonen, also zu Quarzen mit Kristallen, die zu klein sind, um sie mit bloßem Auge zu sehen. Unverwechselbar ist sein Aussehen: dunkelgrüner Grund mit roten Tupfen. Die Mohshärte liegt bei 6,5–7. Bekannte Herkunftsländer sind Indien, Brasilien, Australien, China und die USA.
Pflege
Aquamarin ist unkompliziert: Warmes Wasser, milde Seife und eine weiche Zahnbürste genügen, Ultraschall und Dampf sind meist unbedenklich, solange der Stein keine Risse oder flüssigen Einschlüsse hat. Den Heliotrop wäschst du in warmem Seifenwasser und trocknest ihn mit einem weichen Tuch. Scharfe Chemikalien und große Hitze verträgt er nicht, und zum Aufbewahren wickelst du ihn am besten in weichen Stoff.
Andere Listen
Es gibt keine verbindliche deutsche Liste. Die Hauptsteine stammen von Jewelers of America (1912, ergänzt 1952, 2002 und 2016); die als „im Handel verbreitet“ markierten Steine sind im deutschsprachigen Handel übliche Alternativen und entsprechen weitgehend der älteren britischen NAG-Liste.
Im deutschsprachigen Handel
US-Liste (Jewelers of America)
Britische Liste
Japanische Liste (2021)
Aquamarin(Heliotrop (Blutjaspis))
Aquamarin(Heliotrop (Blutjaspis))
Aquamarin(Jade)
AquamarinKoralleHeliotrop (Blutjaspis)Iolith
Häufige Fragen
Heißt der Märzstein Heliotrop oder Blutjaspis?
Beides meint denselben Stein, einen dunkelgrünen Chalcedon mit roten Punkten. Heliotrop ist der ältere, aus dem Griechischen stammende Name, Blutjaspis die im deutschsprachigen Handel übliche Bezeichnung.
Warum stand früher der Heliotrop an erster Stelle?
Auf der Liste von 1912 war er der Hauptstein des März und der Aquamarin die Alternative. Nach den meisten Darstellungen wurde die Reihenfolge 1952 umgedreht, und Jewelers of America nennt heute nur noch den Aquamarin.
Geburtssteine sind ein Schmuck- und Kulturbrauch, ihre Bedeutungen sind Überlieferung. Die Angaben zu den Edelsteinen stützen sich auf öffentlich zugängliche Informationen von GIA, American Gem Society und Jewelers of America; die ältere Liste stammt aus Meyers Großem Konversations-Lexikon (1908).