Eine schwarze Katze mit lavendelfarbenem Seidentuch hält eine einzelne runde Perle in einer geöffneten Jakobsmuschel

Geburtsstein im Juni

  • Perle
  • Mondstein
  • Alexandrit

Der Juni hat drei Geburtssteine: die Perle, den bläulich schimmernden Mondstein und den Alexandrit, der je nach Licht grün oder rot wirkt.

Die Liste von 1912 nannte für den Juni die Perle und als Alternative den Mondstein. 1952 kam der Alexandrit hinzu, und seither stehen alle drei gleichberechtigt auf der amerikanischen Liste. Deutschsprachige Seiten stellen meist Perle und Mondstein nach vorn und nennen den Alexandrit erst danach, die britische Liste kennt nur die beiden ersten. Gemeinsam haben die drei wenig: ein organisches Material aus Muscheln, ein Feldspat mit Lichtschimmer und ein Edelstein, der seine Farbe wechselt.

Die Perle wird seit Langem mit Reinheit, Bescheidenheit und Unschuld verbunden und ist ein traditionelles Hochzeitsgeschenk; alte Erzählungen nannten Perlen Tränen des Himmels. Der Mondstein wurde mit den Mondgöttinnen der Griechen und Römer in Verbindung gebracht, und in hinduistischer Überlieferung galt er als erstarrtes Mondlicht. Der Alexandrit trägt den Namen des späteren Zaren Alexander II., und sein Wechsel von Rot zu Grün soll an die Militärfarben des russischen Kaiserreichs erinnert haben.

Die Steine dieses Monats

Perle

Mohshärte: 2.5–3

Die Perle ist kein Mineral, sondern ein organischer Edelstein aus Perlmutt, das überwiegend aus Calciumcarbonat besteht und in Muscheln aus Salz- oder Süßwasser wächst. Mit einer Mohshärte von 2,5–3 ist sie der weichste Junistein. Es gibt sie in Weiß, Creme, Rosa, Silber, Gold und Schwarz. Bekannte Herkunftsgebiete sind Japan, China, Australien, Indonesien, die Philippinen und Französisch-Polynesien; die meisten Perlen im Handel sind heute Zuchtperlen.

Mondstein

Mohshärte: 6–6.5

Mondstein ist ein Feldspat aus der Orthoklas- beziehungsweise Adular-Familie. Typisch ist der bläuliche Schimmer, der über den farblosen Stein zu gleiten scheint und Adulareszenz heißt. Die Mohshärte beträgt 6–6,5, die Zähigkeit ist gering. Gewonnen wird er vor allem in Indien, Sri Lanka, Brasilien, Madagaskar, Myanmar, Tansania und den USA.

Alexandrit

Mohshärte: 8.5

Alexandrit ist eine Farbwechsel-Varietät des Chrysoberylls. Bei Tageslicht erscheint er grün bis blaugrün, unter Glühlampenlicht rot bis purpurrot. Mit 8,5 auf der Mohsskala ist er hart und zäh und hat keine Spaltbarkeit, was ihn alltagstauglich macht. Er stammt aus Brasilien, Sri Lanka und Ostafrika; die historischen Funde lagen im russischen Ural.

Pflege

Perlen sind empfindlich: Leg Parfüm und Kosmetik auf, bevor du sie anlegst, wisch sie nach dem Tragen mit einem weichen, feuchten Tuch ab und bewahre sie getrennt von anderem Schmuck auf, aber nicht in Plastiktüten. Mondstein kann bei Hitze springen und gehört weder ins Ultraschallbad noch unter Dampf; warmes Seifenwasser und eine weiche Bürste reichen. Alexandrit ist am pflegeleichtesten, Ultraschall und Dampf sind bei ihm meist unbedenklich.

Andere Listen

Es gibt keine verbindliche deutsche Liste. Die Hauptsteine stammen von Jewelers of America (1912, ergänzt 1952, 2002 und 2016); die als „im Handel verbreitet“ markierten Steine sind im deutschsprachigen Handel übliche Alternativen und entsprechen weitgehend der älteren britischen NAG-Liste.

Im deutschsprachigen HandelUS-Liste (Jewelers of America)Britische ListeJapanische Liste (2021)
PerleMondsteinAlexandritPerleMondsteinAlexandritPerle(Mondstein)PerleMondsteinAlexandrit

Häufige Fragen

Welcher der drei Junisteine ist der richtige?

Alle drei stehen gleichberechtigt auf der Liste von Jewelers of America. Für Ringe, die täglich getragen werden, ist der Alexandrit mit der Mohshärte 8,5 am robustesten, die Perle mit 2,5–3 am empfindlichsten.

Wechselt ein Alexandrit wirklich die Farbe?

Ja, das macht diese Varietät des Chrysoberylls aus: Bei Tageslicht wirkt er grün bis blaugrün, unter warmem Glühlampenlicht rot bis purpurrot.

Geburtssteine sind ein Schmuck- und Kulturbrauch, ihre Bedeutungen sind Überlieferung. Die Angaben zu den Edelsteinen stützen sich auf öffentlich zugängliche Informationen von GIA, American Gem Society und Jewelers of America; die ältere Liste stammt aus Meyers Großem Konversations-Lexikon (1908).