Empath sein: Was das Wort bedeutet, was die Forschung sagt
Redaktion von Type of You9 Min. Lesezeit

Das Wichtigste
- Empath ist ein von Orloff und anderen verbreitetes Etikett, keine Diagnose; in den Quellen taucht keine anerkannte Skala dafür auf.
- Die 20 % in Orloffs Buch beziehen sich auf hochsensible Personen und nicht auf den Anteil von Empathen.
- Das Nachfühlen fremder Gefühle heißt im Alltag Empathie; emotionale Ansteckung lässt sich mit einer Skala messen, für Empathen kennen wir keine.
- Empath und hochsensibel können zusammenfallen, doch Hochsensibilität ist erforscht, während für Empathen begutachtete Studien fehlen.
- Eine Grenze entscheidet, wie viel Gefühl du annimmst. Wenn dich etwas lange belastet, erreichst du die TelefonSeelsorge kostenlos unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Ein Empath ist im üblichen Sprachgebrauch eine Person, die fremde Gefühle schnell als eigene erlebt. Das Wort ist ein Etikett aus der Ratgeberliteratur und keine Diagnose, und in den Quellen, die wir gefunden haben, kennt die Psychologie dafür keine anerkannte Definition. Falls dir die Behauptung „20 % aller Menschen sind Empathen“ begegnet ist: Der Satz in Orloffs Buch, auf den sie sich stützt, handelt von Hochsensibilität. Empath, Empathie, Einfühlungsvermögen und Hochsensibilität werden gern in einen Topf geworfen. Getrennt betrachtet, lässt sich besser erkennen, wo deine Grenzen verlaufen sollten.
Was ist ein Empath? Ein Etikett, keine Diagnose
Empath ist ein Etikett, das vor allem die Psychiaterin Judith Orloff und andere Ratgeberautoren verbreitet haben: Es beschreibt Menschen, die fremde Gefühle als eigene erleben, steht in keinem Diagnosekatalog wie DSM oder ICD, und eine anerkannte Definition ist uns in der Fachliteratur nicht begegnet.

In Kapitel 1 von The Empath’s Survival Guide (2017) trennt Orloff zwei Arten von Menschen. Gewöhnliche Empathie heißt für sie, mit jemandem traurig oder froh zu sein. Der Empath, den sie beschreibt, spürt die Gefühle des Gegenübers körperlich und ohne den Filter, den die meisten haben. Die meisten Empathen seien eher introvertiert, schreibt sie, und dieser Satz kommt ohne Studienangabe aus. Als mögliche Ursachen nennt sie angeborenes Temperament, Vererbung, Erziehung sowie Vernachlässigung oder Misshandlung in der Kindheit (Orloff, 2017). Das Buch stützt sich auf klinische Erfahrung und will ein breites Publikum erreichen; begutachtete Forschung ist es nicht. Introversion und soziale Angst werden ebenfalls oft vermischt, den Unterschied klärt der Beitrag über soziale Angst und Introversion.
Empath, Empathie, Einfühlungsvermögen: Alltagswörter und Forschungsbegriffe sortiert
Im Deutschen deckt „Empathie“ das Nachempfinden fremder Gefühle ab, „Einfühlungsvermögen“ meint im Alltag meist dasselbe, und „Empath“ steht vor allem für die Sichtweise, die Orloff und andere Ratgeberautoren vertreten.

Der Forschungsbegriff, der dem Mitgezogenwerden von fremden Gefühlen am nächsten kommt, heißt emotionale Ansteckung (emotional contagion). Singer und Klimecki (2014) ziehen die Linie so: Empathie bedeutet, mit der anderen Person zu fühlen und dabei zu wissen, dass es ihr Gefühl ist; verschwindet die Grenze zwischen dir und ihr, sprechen sie von emotionaler Ansteckung. Doherty (1997) entwickelte eine Skala zur emotionalen Ansteckung mit 15 Items, die fünf Grundgefühle abdeckt (Glück, Liebe, Angst, Wut und Traurigkeit), und fand, dass die Werte enger mit affektiver Empathie zusammenhängen. Seine Stichproben bestanden überwiegend aus Studierenden, dazu kamen Personen aus Medizin und Militär; Empathen hat er nicht untersucht.
Für die meisten Alltagsformeln gibt es einen verwandten Forschungsbegriff, die Beleglage fällt aber unterschiedlich stark aus.
| Alltagsformel | Nächster Forschungsbegriff | Stand der Belege |
|---|---|---|
| Fremde Gefühle aufsaugen | Emotionale Ansteckung | Skala vorhanden, aber keine Studie zu Empathen |
| Den Schmerz anderer spüren | Affektive Empathie | Erforscht und Teil von Empathie |
| Überaktive Spiegelneuronen | Vermutung in Orloffs Buch | Kein direkter Beleg zu Empathen |
| Die „Energie“ anderer aufnehmen | Kein entsprechender Begriff | Bisher kein empirischer Beleg |
| Eine Empath-Skala | Allgemeine Empathie-Skalen | Keine validierte Empath-Skala bekannt |
Empath und hochsensibel: Beides kann zusammenkommen
Empath und hochsensibel können bei derselben Person zusammenkommen, sind aber nicht dasselbe Konzept: Für Hochsensibilität gibt es Forschung und Fragebögen, für Empath bisher nur Beschreibungen.
Orloff selbst schreibt, Empathen teilten einige oder alle Eigenschaften mit hochsensiblen Personen, beides schließe sich nicht aus (Orloff, 2017). Zugleich vertritt sie, Empathen gingen einen Schritt weiter und nähmen Gefühle und „Energie“ anderer körperlich auf; für den Teil mit der „Energie“ fehlt uns jede Forschung, deshalb übernehmen wir ihn nicht. Auf der Seite der Hochsensibilität entwickelten Aron und Aron (1997) eine Skala mit 27 Items. Greven et al. (2019) beschreiben das Merkmal als tiefere Informationsverarbeitung, stärkere emotionale Reaktionen und Empathie, feinere Wahrnehmung von Umgebungsdetails und leichtere Überreizung. Gelegentlich liest man, hochsensible Menschen seien rationaler und könnten fremde Gefühle draußen halten. Das passt nicht zur Beschreibung in der Forschung, denn emotionale Reaktion und Empathie gehören dort zur Definition.
| Bezeichnung | Worum es geht | Forschungsstand |
|---|---|---|
| Empath | Fremde Gefühle schnell als eigene erleben | Alltagsbegriff, keine anerkannte Skala |
| Hochsensible Person | Tiefere Reizverarbeitung, stärkere emotionale Reaktion | Skalen und Forschung über viele Jahre |
| Hohe Empathie | Gefühle anderer gut nachvollziehen | Viele Empathie-Skalen von unterschiedlicher Qualität |
| People-Pleaser | Eigene Bedürfnisse zurückstellen, um Harmonie zu halten | Eigener Beitrag und Test auf Type of You |
Ist Hochsensibilität angeboren? Assary et al. (2020) nutzten die 12 Fragen der Highly Sensitive Child Scale (HSC) bei 2.868 britischen Zwillingen im Alter von rund 17 Jahren und schätzten die Erblichkeit der Sensibilität auf ungefähr 0,47; der Rest hängt mit individuellen Umwelterfahrungen zusammen, Messfehler eingeschlossen. Das ist eine Gruppenschätzung aus einer einzelnen Zwillingsstudie und taugt nicht, um eine einzelne Person zu beurteilen. Die ausführliche Diskussion steht im Beitrag über hochsensible Personen. Wenn du vor allem gut Stimmungen liest und gewohnt bist, zuerst für andere zu sorgen, kann People-Pleasing dahinterstecken; Gefühle zu erkennen und zu steuern, gehört zur emotionalen Intelligenz.
Empath sein: vier Facetten zwischen WhatsApp-Gruppe, Sonntagsessen und Anruf um Mitternacht
Type of You zerlegt „fremde Gefühle leicht aufnehmen“ in vier Facetten, nämlich Ansteckung, Intuition, Helferdrang und Grenzen, und jede laugt an einer anderen Stelle aus.

Diese vier Facetten sind kein in der Forschung anerkanntes Konstrukt des Empath-Seins. Nach Feierabend leer zu sein, kann sehr verschiedene Gründe haben: Eine Person hat den ganzen Tag die Stimmung eines Kollegen aufgesogen, eine andere hat das Gesicht der Chefin im Blick behalten, die dritte hat zu viele Gefallen zugesagt, und bei der vierten blieb das Nein im Hals stecken. Vier Arten von Erschöpfung verlangen nicht unbedingt dasselbe, und wer weiß, welche vorliegt, sieht leichter, wo sich ansetzen lässt. Die Beispiele sind Alltagsszenen; wo es bei dir zieht, muss nicht immer in einer einzigen Facette liegen.
| Facette | So sieht es im Alltag aus | Wann es anstrengend wird |
|---|---|---|
| Ansteckung | In der WhatsApp-Gruppe erscheint ein langer, niedergeschlagener Text, und du sinkst mit | Du grübelst den ganzen Tag darüber und kommst zu nichts |
| Intuition | Noch vor dem Sonntagsessen spürst du, dass zwischen zwei Verwandten dicke Luft herrscht | Du scannst dauernd die Stimmung und bekommst selbst keinen Bissen runter |
| Helferdrang | Eine Freundin ruft spätabends an, und du bringst es nicht übers Herz, zuerst aufzulegen | Am nächsten Tag bist du fertig und gehst beim nächsten Anruf trotzdem ran |
| Grenzen | Nach dem Zuhören sagst du: „Ich bin bis Mitternacht für dich da.“ | Der Satz kommt dir nicht über die Lippen, oder du fühlst dich danach schuldig |
Die vier Facetten fallen unterschiedlich hoch aus und ergeben verschiedene Kombinationen. Zwei Personen, die sich beide für Empathen halten, sind deshalb nicht aus demselben Grund müde: Bei den einen liegt es am Aufnehmen, bei anderen am Nichtaufhörenkönnen mit dem Helfen, bei wieder anderen daran, dass sie ein Gespräch nicht beenden können.
Der Empathie-Test von Type of You ist kostenlos, hat 24 Fragen und dauert etwa 4 Minuten. Du erhältst einen Empathie-Index von 0 bis 100 und eines von vier Empathie-Profilen, dazu die Auswertung jeder der vier Facetten, einen Check zur Mitgefühlserschöpfung und einen Werkzeugkasten für Grenzen. Er dient der Selbstreflexion und ist keine Diagnose.
Zu viel aufgesogen: Check zur Mitgefühlserschöpfung und Sätze für Grenzen
Eine Grenze entscheidet, welche Gefühle du annimmst, wie lange du sie trägst und wann du sie wieder ablegst; dafür musst du niemanden wegschieben.
Wir nutzen den Akku als Bild für deine Kraft und meinen damit keine physische Energie, die sich aufsaugen ließe. Auf einen niedrigen Akku deuten diese Signale: Du spielst vor dem Einschlafen Gespräche noch einmal durch, spannst dich schon beim Namen einer bestimmten Person an, kommst nach einem Klagegespräch stundenlang nicht in Gang oder weichst mehrere Tage lang allen Nachrichten aus. Das sind Hinweise, dass Ruhe dran ist, keine Diagnose. Selbst bei derselben Person leert sich der Akku nicht jede Woche gleich schnell: Bei viel Arbeit, schlechtem Schlaf oder frischem Streit wiegt derselbe Anruf manchmal schwerer.
| Situation | Zuerst sagen | So endet das Gespräch |
|---|---|---|
| In der Gruppe schreibt jemand einen langen Gefühlstext | „Ich sehe, dass die letzte Zeit hart für dich war.“ | „Gerade kann ich nicht in Ruhe reden. Darf ich morgen Mittag nachfragen?“ |
| Beim Sonntagsessen klagt ein Verwandter ohne Pause | „Das belastet Sie wirklich sehr.“ | „Ich helfe kurz beim Tischdecken und höre Ihnen danach weiter zu.“ |
| Anruf spätabends | „Mein Akku ist heute fast leer, aber ich möchte wissen, wie es dir geht.“ | „Wir reden bis Mitternacht, den Rest besprechen wir morgen nach der Arbeit.“ |
Den drei Sätzen ist gemeinsam, dass sie zuerst das Gefühl des Gegenübers anerkennen und dann klar sagen, wie viel du geben kannst. Der Ton macht ebenfalls einen Unterschied: „Das klingt nach einer anstrengenden Woche für dich“ beschreibt die Lage der anderen Person, „Mir geht es jetzt auch ganz schlecht“ das eigene Gefühl. Weitere Formulierungen zum Neinsagen stehen im Beitrag über People-Pleasing; wo deine Grenzen liegen, zeigt dir der Empathie-Test.
Empath oder früh antrainierte Wachsamkeit?
Wer als Kind die Stimmung der Erwachsenen im Blick behalten musste, liest als Erwachsener oft gut in Gesichtern und lässt sich leicht von fremden Gefühlen mitziehen; das überschneidet sich mit der Beschreibung von Empathen und lässt sich in einem Selbsttest kaum trennen.

Zu den Ursachen, die Orloff aufführt, gehören angeborenes Temperament, Vererbung, Erziehung sowie Vernachlässigung oder Misshandlung in der Kindheit (Orloff, 2017). Aron und Aron (1997) halten in ihrer Zusammenfassung fest, hochsensible Personen schienen sich in zwei Gruppen zu teilen, wobei die kleinere Gruppe eine unglückliche Kindheit und weitere damit verbundene Merkmale berichtet. Beide Stellen zeigen nur, dass sich die Dinge überschneiden können; ein Fragebogen reicht nicht, um daraus abzulesen, was auf dich zutrifft.
Geht es um die eigene Geschichte, kann eine Fachperson aus Psychologie oder Psychotherapie beim Sortieren helfen und kommt eher zu einer Unterscheidung als ein Online-Test allein.
Wie aussagekräftig ist ein Empath-Test? Skalen und ihre Grenzen
In den Quellen, die wir ausgewertet haben, gibt es keine validierte Skala für Empathen, und selbst für allgemeine Empathie-Skalen fehlt ein anerkannter Goldstandard.

de Lima und Osório (2021) werteten in einer systematischen Übersichtsarbeit den Zeitraum 2009 bis 2019 aus und erfassten 50 Studien und 23 Empathie-Skalen. Bei den drei am häufigsten untersuchten (EQ, IRI und QCAE) lag die Reliabilität (Cronbachs α) bei 0,61 bis 0,86, die Validitätsbelege fielen schwach aus, und die konvergente Validität erreichte nur niedrige bis mittlere Werte (0,27 bis 0,45). Ihr Fazit: Ein Goldstandard lässt sich noch nicht benennen (de Lima & Osório, 2021). Die Arbeit bewertet allgemeine Empathie-Skalen und keine Empath-Skalen; für Empathen gibt es noch nicht einmal eine Skala, die sich bewerten ließe.
Ein Testergebnis kann ein Ausgangspunkt für die Selbstbeobachtung sein. Notizen darüber, welche Situationen am meisten Akku kosten und welche Formulierungen am besten helfen, ergänzen, was ein Index nicht zeigt.
Mach den Test
Häufige Fragen
Ist Empath sein dasselbe wie viel Empathie haben?
Nein. Empathie ist die allgemeine Fähigkeit, Gefühle anderer nachzuempfinden. Empath nennen Orloff und andere Ratgeberautoren Personen, die fremde Gefühle schnell am eigenen Körper spüren. Das ist ein Alltagsbegriff, die Psychologie führt keinen Typ dieses Namens. Als Forschungsbegriff liegt die emotionale Ansteckung am nächsten: Man wird unbemerkt von den Gefühlen anderer mitgezogen.
Sind Empathen automatisch hochsensibel?
Nicht automatisch, aber beides kann zusammenkommen. Orloff schreibt, Empathen teilten einige oder alle Eigenschaften mit hochsensiblen Personen, und beides schließe sich nicht aus. Für Hochsensibilität gibt es Studien und Skalen von Aron und anderen, für Empath vor allem Beschreibungen. Die Begriffe können nebeneinander stehen, ersetzen einander aber nicht.
Bin ich ein Empath oder nur sensibel?
Vielleicht hast du schlicht viel Einfühlungsvermögen und spürst Gefühle anderer schnell. Manche in dieser Gruppe nennen sich Empath, andere sind hochsensibel, wieder andere sind People-Pleaser, die gewohnt sind, zuerst für alle anderen zu sorgen. Diese Beschreibungen überlappen sich, ein Selbsttest trennt sie kaum. Bist du oft erschöpft, hilft es, bei den Grenzen anzufangen.
Ist Hochsensibilität angeboren?
Zum Teil. Assary et al. (2020) nutzten die 12 Fragen der Highly Sensitive Child Scale (HSC) bei 2.868 britischen Zwillingen im Alter von rund 17 Jahren und schätzten die Erblichkeit der Sensibilität auf ungefähr 0,47. Der Rest hängt mit individuellen Umwelterfahrungen zusammen, Messfehler eingeschlossen. Das ist eine Gruppenschätzung aus einer einzelnen Zwillingsstudie und sagt nichts über eine einzelne Person.
Ist Empath sein eine psychische Erkrankung?
Nein. Empath ist ein Alltagsbegriff und keine Diagnose im DSM oder ICD; eine anerkannte Skala dafür ist uns nicht begegnet. Er beschreibt nur, dass dich Gefühle anderer leicht erreichen. Belasten sie dich lange, sprich mit einer Fachperson oder ruf die TelefonSeelsorge an: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenlos.
Sind 20 % der Menschen Empathen?
Das lässt sich so nicht sagen. In Kapitel 1 schreibt Orloff, Hochsensibilität betreffe ungefähr 20 % der Bevölkerung; das ist kein Anteil von Empathen, und eine belastbare Erhebung zu Empathen liegt uns nicht vor. Selbst für Hochsensibilität ist der Prozentsatz nur eine Schätzung, die Literatur ist sich darüber nicht einig.
Quellen
- The Empath’s Survival Guide: Life Strategies for Sensitive People (publisher excerpt, Chapter 1) · Sounds True (Orloff) · 2017 · soundstrue-ha.s3.amazonaws.com
- Sensory Processing Sensitivity in the context of Environmental Sensitivity: A critical review and development of research agenda · Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 98, 287-305 (Greven et al.) · 2019 · doi.org
- Empathy: Assessment Instruments and Psychometric Quality – A Systematic Literature Review With a Meta-Analysis of the Past Ten Years · Frontiers in Psychology, 12, 781346 (de Lima & Osório) · 2021 · doi.org
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- The Emotional Contagion Scale: A Measure of Individual Differences · Journal of Nonverbal Behavior, 21(2), 131-154 (Doherty) · 1997 · doi.org
- Sensory-Processing Sensitivity and Its Relation to Introversion and Emotionality · Journal of Personality and Social Psychology, 73(2), 345-368 (Aron & Aron) · 1997 · doi.org
- Empathy and compassion · Current Biology, 24(18), R875-R878 (Singer & Klimecki) · 2014 · doi.org
- Genetic architecture of Environmental Sensitivity reflects multiple heritable components: a twin study with adolescents · Molecular Psychiatry, 26, 4896-4904 (Assary et al.; online 2020, in print 2021) · 2020 · doi.org
- The Empath Construct: Exploring Conceptual Definition and the Presence of Cluster B Traits (master’s thesis, not peer reviewed) · Harvard University Division of Continuing Education (Tirado) · 2023 · dash.harvard.edu
- TelefonSeelsorge Deutschland · TelefonSeelsorge Deutschland · 2026 · www.telefonseelsorge.de
- 116117.de – Der Patientenservice (ärztlicher Bereitschaftsdienst und Terminservice) · 116117.de · 2026 · www.116117.de
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